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natur_fotoWer schreibt hier eigentlich?

Felix ist 32 Jahre, gelernter Gastronom, freiberuflich im Vertrieb oder bei anderen Gelegenheitsjobs. Er ist ursprünglich aus Wiesbaden und vor allem viel gereist. So lebte er eine Zeit in Frankreich, ging zu Fuß durch die Vogesen, arbeitete in der Schweiz, fühlte sich monatelang in das Leben in Kapstadt ein oder tingelte an die Ostsee. Durch seine Reisen hält er einige langjährige Kontakte und Freundschaften.

Jana Felicitas ebenfalls 32, gelernte Veranstaltungskauffrau, war jahrelang selbständig im Verkauf tätig und hat vorrangig in die Werbebranche geschnuppert. Sie stammt aus Witten und führte bis zu ihrem dreißigsten Geburtstag eher ein stetiges Leben in Hamburg. Durch einen kleinen Unfall hatte sie im Sommer 2011 plötzlich viel Zeit, bisher gelebtes in Frage zu stellen. Sie beschloss sich von allem Materiellen zu trennen, zu Fuß von Hamburg nach Spanien zu gehen und lernte kurz vor Antritt der Reise Felix kennen.

Wir tauschten also Anfang 2012 unser Mobiliar gegen Trekkingrucksäcke, die Wohnung gegen ein Zelt und die Matratze gegen eine Isomatte. Im Februar 2012 folgte eine Abschiedsfeier, mit vielen Freunden im Bootshaus direkt an der eingefrorenen Alster und wir verabschiedeten uns mit einer tollen Outdoorausrüstung und vor allem mit viel Mut und Elan im Gepäck.

Version 2

Nach nur 2 ½ Wochen stellten wir im Bremen fest, dass wir ein Kind erwarteten. So hatten wir mit Sicherheit nicht den schönsten Teil der geplanten Route miteinander bestritten, waren nicht ansatzweise so lange unterwegs wie geplant und wussten vor allem nicht einzuschätzen, wie es nun weiter gehen könnte, aber dennoch freuten wir uns aus vollem Herzen auf diese neue, ganze andere Reise, die uns erwarten sollte.

Es folgte eine turbulente Schwangerschaft, in der wir alles neu aufbauten und die Outdoorausrüstung wieder in Mobiliar für eine Wohnung tauschten. Die Geburt war komplikationsreich, aber dennoch durften wir im Oktober 2012 dankbar unseren Sohn in unserem Leben begrüßen. Im Hochsommer 2014 sollten wir erneut das Glück haben, Eltern zu werden. Diesmal beschenkten wir uns mit einer wundervollen Hausgeburt und unseren Sohn mit einem kleinen Bruder.

Version 2

Wir fühlen uns als Familie reich beschenkt und gehen gerne nachhaltig mit den Dingen um, die uns umgeben. Wir gehen für die Hebammen und mehr Demokratie auf die Straße, wir unterzeichnen Petitionen und machen uns stark für die Zukunft der nächsten Generation. Wir ernähren uns nachhaltig, kochen täglich frisch, saisonal und regional. Holz, Schurwolle und Erde halten wir öfter in den Händen als Polyester, Plastik oder Gen-Food. Wir befassen uns mit der Landwirtschaft vor der Haustür, beziehen unsere Nahrungsmittel gerne aus Food-Coops, bauen wenn es möglich ist selber an und machen Lebensmittel haltbar. Wir nähen und flicken, heimwerken und lesen, versuchen unsere Umwelt lebenswerter zu gestalten, wickeln in Stoff, scheuen keine individuellen Lebensweisen und reduzieren wo möglich unseren Müll. Wir wissen um die Macht des gegenwärtigen Moments, versuchen die Balance zwischen uns und der Umwelt zu halten und spüren eine starke Verbundenheit zur Natur.

Neben all dem möchten wir vor allem unserem Leben als Eltern und Partner, und unseren eigenen Ansprüchen an uns gerecht werden. Und so ist dieser Part des Lebens zeitgleich der schönste und der schwierigste zugleich. Niemand lässt uns dankbarer sein, für das Wunder was wir hier (er)leben dürfen und zeigt uns zeitgleich stets unsere eigenen Fehler und Schwächen so deutlich auf, wie der Partner und die eigenen Kinder.

Nach der Reise von damals hat uns der Wunsch nicht losgelassen, weiter unsere Ideale umzusetzen, vielleicht einen Ort mit bewussteren Menschen, mehr Achtung um die Gegenwart und Natur zu finden. Eine Reise weniger im Außen und mehr im Inneren, einen Ort, an dem man respektvoll jedem Alter gegenüber begegnen kann, Jung und Alt einen Kreislauf ergeben. Auch wenn wir uns für einen gesunden Alltag und ein gesundes Aufwachsen der Kinder noch so stark machen, wir können stets nur in Abhängigkeit zu unser Umgebung Veränderungen anstreben. Es ist nicht die Suche nach einem perfekten Ort, der durch die Dualität sowieso schwer zu finden sein sollte, sondern unsere Reise spiegelt vor allem die Umsetzung unserer Ideale wieder. Wir möchten selbstbestimmter leben, mehr Zeit mit den Kindern und uns verbringen. Wir teilen gerne und wissen um die Vergänglichkeit des Materiellen. So verzichten wir gerne auf einiges an Komfort und Luxus, wenn dafür wir den Komfort und Luxus genießen dürfen, gemeinsame Zeit mit uns und unseren Kindern erleben zu dürfen. Derzeit schwanken die Temperaturen zwischen kalt und warm und fließend Wasser, der Gang zur Toilette oder das Waschen von Kleidung und Geschirr ist oft mit einer kleinen Suche verbunden. Dafür wachen wir aber in der Natur auf, schauen zusammen in Sonnenaufgänge, Essen bei bestem Wetter an der frischen Luft und kommen mit Land und Menschen, Natur und Tieren in Berührung. Wir arbeiten oder wwoofen mal hier und mal dort und versuchen unser Leben authentisch zu bewerten und zu führen. Genau das lässt uns jetzt gerade auf Reisen sein.

In den letzten Jahren besuchten wir die ein oder andere Gemeinschaft in Deutschland, schrieben mit spannenden Projekten in Europa und liebäugelten mit dem einen oder anderen schönen Plätzchen. Dennoch war bisher kein bestimmter Ort dabei, von dem wir euch nun schreiben können und so haben wir das Vorhaben der gemeinsamen Reise auf Mitte 2015 gesetzt. Nur wie das im Leben oftmals so ist, kommt es gelegentlich anders, als man denkt.

Etwa Mitte 2014 bekam Felicitas abends Probleme mit der Atmung. Nur wenige Monate später fing auch der jüngste Sohn an, uns mit seiner Atmung Kummer zubereiten. Wir vermuteten zuerst eine Erkältung und dann eine Allergie auf Hausstaub oder Milben. Als wir all dies ausschließen konnten und auch unser zweiter Sohn anfing Probleme mit seiner Atmung zu bekommen, durchsuchten wir die komplette Mietswohnung nach einer möglichen Ursache und stießen auf einen starken Schimmelbefall des Dachbodens.

Von dem Tag an schliefen wir mit unserer kleinen Familie in Pfarrhäusern, in leerstehenden Gästewohnungen, bei Bekannten auf dem Boden oder wenn nichts zu finden war, auf dem Wohnzimmerboden der alten Wohnung und versuchten uns und besonders den Kindern, nicht der starken und direkten Schimmelbelastung auszusetzen.

Da die Wohnungssituation in Hamburg katastrophal ist, setzten wir kurzerhand alles auf eine Karte und zogen unsere für Mitte des Jahres angedachte Reise um sechs Monate vor. Diesmal mit etwas mehr Equipment als noch vor 3 Jahren, da wir nun zu viert unterwegs sind und die Reise nicht zu Fuß bestreiten. Wir kündigten also erneut die Wohnung, bündelten kurzfristig unsere ganze Kraft und trafen alle erdenklichen Vorbereitung für eine Reise zu viert.

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Damit wir in all unseren Plänen nicht verloren gehen, könnt ihr uns auf dieser Seite bei unserem Vorhaben begleiten, beim Schmieden neuer Pläne unterstützen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn wir mal wieder im Chaos versinken, mitfiebern, lachen oder schwitzen, wenn sich unsere Reiseroute gestaltet und wir reisen, bis wir irgendwo bleiben möchten. Besucht dafür gerne unseren Blog

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